KIWi Comments http://kiwitten.blogsport.de Kritische Intervention Witten Tue, 21 Nov 2017 14:47:28 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 by: Watt neues…. « Emanzipatorische Lüdenscheider AntifaschistInnen http://kiwitten.blogsport.de/2012/01/27/aufruf-die-kritik-organisieren-deutschland-verraten-den-kapitalismus-ueberwinden/#comment-53 Mon, 30 Jan 2012 23:54:01 +0000 http://kiwitten.blogsport.de/2012/01/27/aufruf-die-kritik-organisieren-deutschland-verraten-den-kapitalismus-ueberwinden/#comment-53 [...] Mal wieder zwei kleine Demo-Empfehlungen von unserer Seite, erstens wirds Zeit mal wieder in Witten zu demonstrieren, die GenossInnen von der KIWi haben einen schönen Aufruf für Samstag den 4. Februar geschrieben. [...] […] Mal wieder zwei kleine Demo-Empfehlungen von unserer Seite, erstens wirds Zeit mal wieder in Witten zu demonstrieren, die GenossInnen von der KIWi haben einen schönen Aufruf für Samstag den 4. Februar geschrieben. […]

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by: Ein paar frühzeitige Festtags-Geschenke « KIWi http://kiwitten.blogsport.de/selbstverstaendnis/#comment-38 Thu, 15 Dec 2011 18:18:33 +0000 http://kiwitten.blogsport.de/selbstverstaendnis/#comment-38 [...] Selbstverständnis « 19.11.2011 Türkische Nationalisten in der Essener Grugahalle [...] […] Selbstverständnis « 19.11.2011 Türkische Nationalisten in der Essener Grugahalle […]

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by: videoatonale http://kiwitten.blogsport.de/2011/10/23/kritik-der-occupy-bewegung-und-sympathisierender-gruppen/#comment-14 Fri, 11 Nov 2011 14:13:18 +0000 http://kiwitten.blogsport.de/2011/10/23/kritik-der-occupy-bewegung-und-sympathisierender-gruppen/#comment-14 http://www.youtube.com/user/videoatonale#grid/user/980BA9A979E115CA hier kommen individuen zu wort. ungeschnitten und bewusst nicht redaktionell verfremdet. ...zum selbst denken... http://www.youtube.com/user/videoatonale#grid/user/980BA9A979E115CA

hier kommen individuen zu wort. ungeschnitten und bewusst nicht redaktionell verfremdet. …zum selbst denken…

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by: Between Emancipation and Authority http://kiwitten.blogsport.de/2011/10/23/kritik-der-occupy-bewegung-und-sympathisierender-gruppen/#comment-13 Tue, 08 Nov 2011 16:10:27 +0000 http://kiwitten.blogsport.de/2011/10/23/kritik-der-occupy-bewegung-und-sympathisierender-gruppen/#comment-13 <strong>Occupy – Eine Bewegung zwischen verkürzter Kapitalismuskritik und strukturellem Antisemitismus</strong> „Wir müssen nicht das ganze System verstanden haben, um aktiv zu werden.“1 So unreflektiert diese Aussage auch ist, so sehr trifft sie auf das zu, was man im Moment beobachten kann: Menschen gehen an verschiedenen Orten auf der Welt auf die St... Occupy – Eine Bewegung zwischen verkürzter Kapitalismuskritik und strukturellem Antisemitismus

„Wir müssen nicht das ganze System verstanden haben, um aktiv zu werden.“1
So unreflektiert diese Aussage auch ist, so sehr trifft sie auf das zu, was man im Moment beobachten kann: Menschen gehen an verschiedenen Orten auf der Welt auf die St…

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by: gesine http://kiwitten.blogsport.de/2011/10/31/kommentar-der-kritischen-intervention-witten-kiwi-zur-kritik-an-der-veroeffentlichung-des-textes-kritik-der-occupy-bewegung-und-sympathisierender-gruppen/#comment-12 Mon, 07 Nov 2011 01:53:51 +0000 http://kiwitten.blogsport.de/2011/10/31/kommentar-der-kritischen-intervention-witten-kiwi-zur-kritik-an-der-veroeffentlichung-des-textes-kritik-der-occupy-bewegung-und-sympathisierender-gruppen/#comment-12 ja, der Slogan "wir sind 99%" blendet aus, dass wir alle in die Ausbeutungshierarchien verwickelt sind. und verschiedene merkwürdige strömungen, die bei occupy dabei sind, irritieren. aber wieso droht daher rückschritt?? es gibt beispielsweise bei bestimmten deregulierungen der finanzwirtschaft ganz konkrete auswirkungen auf menschen (bei nahrungsmittelspekulationen z.B. Tod), die durch eine erneute Regulierung verhindert werden können. Ziemlich bequem, zu sagen, dass das ja nur Kosmetik am bösen System wäre. Und es gibt tatsächlich Personengruppen, die wirtschaftliche Interessen effektiv in der Politik durchsetzen - mal bei Lobbycontrol informieren. ja, der Slogan „wir sind 99%“ blendet aus, dass wir alle in die Ausbeutungshierarchien verwickelt sind. und verschiedene merkwürdige strömungen, die bei occupy dabei sind, irritieren.

aber wieso droht daher rückschritt?? es gibt beispielsweise bei bestimmten deregulierungen der finanzwirtschaft ganz konkrete auswirkungen auf menschen (bei nahrungsmittelspekulationen z.B. Tod), die durch eine erneute Regulierung verhindert werden können. Ziemlich bequem, zu sagen, dass das ja nur Kosmetik am bösen System wäre.
Und es gibt tatsächlich Personengruppen, die wirtschaftliche Interessen effektiv in der Politik durchsetzen – mal bei Lobbycontrol informieren.

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by: Joga Twickel http://kiwitten.blogsport.de/2011/10/31/kommentar-der-kritischen-intervention-witten-kiwi-zur-kritik-an-der-veroeffentlichung-des-textes-kritik-der-occupy-bewegung-und-sympathisierender-gruppen/#comment-11 Sun, 06 Nov 2011 13:56:08 +0000 http://kiwitten.blogsport.de/2011/10/31/kommentar-der-kritischen-intervention-witten-kiwi-zur-kritik-an-der-veroeffentlichung-des-textes-kritik-der-occupy-bewegung-und-sympathisierender-gruppen/#comment-11 Klar, dass solche Leute, die ihre reine, explizit kapitalismuskritische Lehre vor sich hertragen, alle Übrigen kritisieren müssen. Das übliche linke dämliche Hickhack um die reine Lehre. Zum Kotzen überflüssig. Die Herren und Damen sollten sich mal zu Gemüte führen, dass Sankt Marx auch blind war auf dem Zinsauge. Das Problem des Kapitalismus sind nicht die Kapitalisten, sondern das Geldsystem, genauer Zins und Zinseszins. Sie erzwingen Wachstum und Verschuldung und Verteilung von Unten nach Oben. Die Verstaatlichung der Produktionsmittel hat bekanntlich in Russland und China etc. nicht den Zwang zu Wachstum und Verschuldung überwunden, weil das Geldsystem unangetastet blieb. Genau das wird nun endlich grundsätzlich in Frage gestellt. Da muß KIWI und die gesamte Marxistenschaft über Marx hinaus dazulernen. Obs wohl gelingt ??? Herzliche Grüße, Joga Twickel Klar, dass solche Leute, die ihre reine, explizit kapitalismuskritische Lehre vor sich hertragen, alle Übrigen kritisieren müssen. Das übliche linke dämliche Hickhack um die reine Lehre. Zum Kotzen überflüssig.

Die Herren und Damen sollten sich mal zu Gemüte führen, dass Sankt Marx auch blind war auf dem Zinsauge. Das Problem des Kapitalismus sind nicht die Kapitalisten, sondern das Geldsystem, genauer Zins und Zinseszins. Sie erzwingen Wachstum und Verschuldung und Verteilung von Unten nach Oben. Die Verstaatlichung der Produktionsmittel hat bekanntlich in Russland und China etc. nicht den Zwang zu Wachstum und Verschuldung überwunden, weil das Geldsystem unangetastet blieb.

Genau das wird nun endlich grundsätzlich in Frage gestellt. Da muß KIWI und die gesamte Marxistenschaft über Marx hinaus dazulernen. Obs wohl gelingt ???

Herzliche Grüße, Joga Twickel

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by: carlo http://kiwitten.blogsport.de/2011/10/23/kritik-der-occupy-bewegung-und-sympathisierender-gruppen/#comment-9 Tue, 01 Nov 2011 17:47:19 +0000 http://kiwitten.blogsport.de/2011/10/23/kritik-der-occupy-bewegung-und-sympathisierender-gruppen/#comment-9 wer hat euch eigentlich gebeten hier die senior consultants zu spielen? es ist echt saupeinlich und wirklich, man sollte seine zeit nicht mit so wichtigtuern verlieren, nur weil sie geschwollen daherreden und es nicht hinkriegen, ihre gedanken einfach zu formulieren. das liegt daran, dass diese gedanken unausgereift sind und inkohärent - daher KANN man sie nicht einfach formulieren. wer versucht, diesen quatsch zu komprimieren, essenz darin zu suchen, um adäquat zu antworten, VERLIERT EINFACH NUR ZEIT. lasst es! entweder sind das typen, die schon auf dem gymnasium wichtigtuer waren, oder es ist counter. denn was sie eigentlich transportieren in ihrem brei ist: keine intervention der radikalen linken bitte! vergessen wir diesen schrott und diese typisch deutsche art und weise der wichtigtuerei und unfähigkeit, komplexe und auf den ersten blick widersprüchliche begebenheiten zu verstehen. diese oberflächlichen und unwissenschaftlichen (bei profunden texten) oder grob unlogisch und sachlich falschen schlussfolgerungen, die hier getroffen werden, sind seit den 80ern schon(wohl auch davor, aber ich hatte meine initiation in der zeit) charakteristikum der leute, die versuchen zu spalten und zu zerstören, weil sie sich ihrer auf dem gymnasiumschulhof herbeigefaselten dominanz über intellektuelle fragen beraubt sehen. alter, lass hirn vom himmel regnen! und bitte bleibt in witten! wenn ihr was lernen wollt, schaut euch die intervention der radikalen linken bspw in barcelona und madrid an. SO sieht analyse und konsequente, von gewonnener erkenntnis angetriebene, solidarische intervention mit revolutionärer perspektive aus! wer hat euch eigentlich gebeten hier die senior consultants zu spielen?
es ist echt saupeinlich und wirklich, man sollte seine zeit nicht mit so wichtigtuern verlieren, nur weil sie geschwollen daherreden und es nicht hinkriegen, ihre gedanken einfach zu formulieren.
das liegt daran, dass diese gedanken unausgereift sind und inkohärent – daher KANN man sie nicht einfach formulieren.
wer versucht, diesen quatsch zu komprimieren, essenz darin zu suchen, um adäquat zu antworten, VERLIERT EINFACH NUR ZEIT. lasst es!
entweder sind das typen, die schon auf dem gymnasium wichtigtuer waren, oder es ist counter. denn was sie eigentlich transportieren in ihrem brei ist: keine intervention der radikalen linken bitte!

vergessen wir diesen schrott und diese typisch deutsche art und weise der wichtigtuerei und unfähigkeit, komplexe und auf den ersten blick widersprüchliche begebenheiten zu verstehen. diese oberflächlichen und unwissenschaftlichen (bei profunden texten) oder grob unlogisch und sachlich falschen schlussfolgerungen, die hier getroffen werden, sind seit den 80ern schon(wohl auch davor, aber ich hatte meine initiation in der zeit) charakteristikum der leute, die versuchen zu spalten und zu zerstören, weil sie sich ihrer auf dem gymnasiumschulhof herbeigefaselten dominanz über intellektuelle fragen beraubt sehen. alter, lass hirn vom himmel regnen!
und bitte bleibt in witten!
wenn ihr was lernen wollt, schaut euch die intervention der radikalen linken bspw in barcelona und madrid an. SO sieht analyse und konsequente, von gewonnener erkenntnis angetriebene, solidarische intervention mit revolutionärer perspektive aus!

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by: holzwurm http://kiwitten.blogsport.de/2011/10/31/kommentar-der-kritischen-intervention-witten-kiwi-zur-kritik-an-der-veroeffentlichung-des-textes-kritik-der-occupy-bewegung-und-sympathisierender-gruppen/#comment-8 Mon, 31 Oct 2011 19:37:10 +0000 http://kiwitten.blogsport.de/2011/10/31/kommentar-der-kritischen-intervention-witten-kiwi-zur-kritik-an-der-veroeffentlichung-des-textes-kritik-der-occupy-bewegung-und-sympathisierender-gruppen/#comment-8 Es ist sehr zu begrüßen, dass Ihr die „errungenen bürgerlichen Freiheiten“ wertschätzt und als verteidigungswürdig anerkennt. Wie auch immer diese letztlich ausgestaltet werden und was das dann bedeutet. Vermutlich werdet Ihr dafür gescholten werden. Aber es ist ein vernünftiger Ansatz. Besser eine gute Analyse und gereifte Überlegungen, als blinder Aktionismus und Dogmatismus! Eine kritische Betrachtung der Occupy-Bewegung ist, ob der vielfältigen Strömungen, berechtigt. Doch eine Frage finde ich in dem Zusammenhang sehr spannend: Warum profitiert nicht grade jetzt in der Krise linke Politik? Müsste diese nicht viel offensiver vertreten werden? Meines Erachtens weist die „verkürzte, weil personalisierte Kapitalismuskritik“ (99% vs. 1%) zumindest (einigermaßen zutreffend) auf die realen Verteilungsbedingungen hin. Diese werden zunehmend als ungerecht empfunden, was sich in der Occupy-Bewegung ausdrückt. Sache der Politik wäre es, diesen Missstand zu beheben (wie andere auch). Nicht umsonst schwenkt aktuell die CDU (überraschend) beim Thema Mindestlohn um. Das ist zwar nicht radikal, aber real. (Und längst überfällig.) Ebenso halte ich die Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens für realistischer, als die „Überwindung“ des Kapitalismus. Aber wer weiß? Es ist sehr zu begrüßen, dass Ihr die „errungenen bürgerlichen Freiheiten“ wertschätzt und als verteidigungswürdig anerkennt. Wie auch immer diese letztlich ausgestaltet werden und was das dann bedeutet. Vermutlich werdet Ihr dafür gescholten werden. Aber es ist ein vernünftiger Ansatz.

Besser eine gute Analyse und gereifte Überlegungen,
als blinder Aktionismus und Dogmatismus!

Eine kritische Betrachtung der Occupy-Bewegung ist,
ob der vielfältigen Strömungen, berechtigt.
Doch eine Frage finde ich in dem Zusammenhang sehr spannend: Warum profitiert nicht grade jetzt in der Krise linke Politik? Müsste diese nicht viel offensiver vertreten werden?

Meines Erachtens weist die „verkürzte,
weil personalisierte Kapitalismuskritik“ (99% vs. 1%)
zumindest (einigermaßen zutreffend) auf die realen Verteilungsbedingungen hin. Diese werden zunehmend als ungerecht empfunden, was sich in der Occupy-Bewegung ausdrückt.

Sache der Politik wäre es, diesen Missstand zu beheben (wie andere auch). Nicht umsonst schwenkt aktuell die CDU (überraschend) beim Thema Mindestlohn um. Das ist zwar nicht radikal, aber real. (Und längst überfällig.) Ebenso halte ich die Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens für realistischer, als die „Überwindung“ des Kapitalismus. Aber wer weiß?

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by: holzwurm http://kiwitten.blogsport.de/2011/10/23/kritik-der-occupy-bewegung-und-sympathisierender-gruppen/#comment-7 Thu, 27 Oct 2011 11:14:27 +0000 http://kiwitten.blogsport.de/2011/10/23/kritik-der-occupy-bewegung-und-sympathisierender-gruppen/#comment-7 Ein paar Gedanken von einem, der in Kapitalismuskritik und „radikalen“ alternativen Gesellschaftsentwürfen nicht so bewandert ist. Mir fehlt also ein tatsächlicher Gegenentwurf. Da der obige Text allerdings eine kritische Analyse der Occupy-Bewegung ist, kann ich das von ihm auch nicht erwarten. Es drängen sich mir allerdings Fragen auf, wenn Ihr schreibt: „Es zeigt sich der Reformismus der vom „Umschwung“ schwadronierenden Verfasser. Es geht ihnen nicht um ein besseres, d.h. selbstverwaltetes und von Zwängen befreites Leben und die Überwindung von Staat, Nation und Kapital.“ In welche Richtung sollte denn eine „Revolution“, wie Ihr sie Euch wünschen würdet, hinauslaufen? Oder ist das offen? Braucht es nicht, um das gesellschaftliche Zusammenleben zu regeln, Strukturen? Ist dabei das Konstrukt eines Staates nicht hilfreich? Wer sichert die Menschenrechte? Soll es noch Gesetze geben, einen Rechtstaat? Da würde ich gerne Antworten haben, wenn von so einem fundamentalen Standpunkt aus kritisiert wird. Ein anderer Punkt, ist die angesprochene Frage der Nachhaltigkeit und berührt meiner Ansicht nach auch Fragen der politischen Umsetzbarkeit. Ihr schreibt: „Nein, die Verfasser des Textes möchten mit uns auch zu einer „gesunden und nachhaltigen Lebensweise“ zurückkehren. Interessant wäre zu erfahren, wann es diese gesunde und nachhaltige Lebensweise jemals gegeben haben soll. Es scheint fast so, als wollten die Verfasser hinter die positiven Errungenschaften des Kapitalismus zurück zu einer imaginisierten besseren Zeit, anstatt, über die momentanen Verhältnisse hinausgehend, eine neue Gesellschaft aufzubauen.“ ..ist es nicht zu utopisch nur von einer „neuen Gesellschaft“ zu träumen? Die Probleme sind da. Und sie sollten angegangen werden. Was das konkret bedeutet und wie dies zu erreichen ist, ist zu definieren. Es geht jedenfalls um den Schutz der Lebensgrundlage für jetzige und zukünftige Menschen, also um globale und intertemporale Gerechtigkeitsfragen. Wie ist das zu erreichen, und wer muss was tun? Das ist meines Erachtens handfeste Realpolitik. Ansonsten danke ich für den Beitrag. Mir war nicht bewusst, welch unterschiedliche Strömungen sich hinter der Occupy-Bewegung versammeln. Ein paar Gedanken von einem, der in Kapitalismuskritik und „radikalen“ alternativen Gesellschaftsentwürfen nicht so bewandert ist. Mir fehlt also ein tatsächlicher Gegenentwurf. Da der obige Text allerdings eine kritische Analyse der Occupy-Bewegung ist, kann ich das von ihm auch nicht erwarten.

Es drängen sich mir allerdings Fragen auf, wenn Ihr schreibt:

„Es zeigt sich der Reformismus der vom „Umschwung“
schwadronierenden Verfasser. Es geht ihnen nicht um ein besseres, d.h. selbstverwaltetes
und von Zwängen befreites Leben und die Überwindung von Staat, Nation und Kapital.“

In welche Richtung sollte denn eine „Revolution“, wie Ihr sie Euch wünschen würdet, hinauslaufen? Oder ist das offen? Braucht es nicht, um das gesellschaftliche Zusammenleben zu regeln, Strukturen? Ist dabei das Konstrukt eines Staates nicht hilfreich? Wer sichert die Menschenrechte? Soll es noch Gesetze geben, einen Rechtstaat? Da würde ich gerne Antworten haben, wenn von so einem fundamentalen Standpunkt aus kritisiert wird.

Ein anderer Punkt, ist die angesprochene Frage der Nachhaltigkeit und berührt meiner Ansicht nach auch Fragen der politischen Umsetzbarkeit. Ihr schreibt:

„Nein, die Verfasser des Textes möchten mit uns auch zu einer „gesunden und nachhaltigen Lebensweise“ zurückkehren. Interessant wäre zu erfahren, wann es diese gesunde und nachhaltige Lebensweise jemals gegeben haben soll. Es scheint fast so, als wollten die Verfasser hinter die positiven Errungenschaften des Kapitalismus zurück zu einer imaginisierten besseren Zeit, anstatt, über die momentanen Verhältnisse hinausgehend, eine neue Gesellschaft aufzubauen.“

..ist es nicht zu utopisch nur von einer „neuen Gesellschaft“ zu träumen? Die Probleme sind da. Und sie sollten angegangen werden. Was das konkret bedeutet und wie dies zu erreichen ist, ist zu definieren. Es geht jedenfalls um den Schutz der Lebensgrundlage für jetzige und zukünftige Menschen, also um globale und intertemporale Gerechtigkeitsfragen. Wie ist das zu erreichen, und wer muss was tun? Das ist meines Erachtens handfeste Realpolitik.

Ansonsten danke ich für den Beitrag. Mir war nicht bewusst, welch unterschiedliche Strömungen sich hinter der Occupy-Bewegung versammeln.

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by: Lasse http://kiwitten.blogsport.de/2011/10/23/kritik-der-occupy-bewegung-und-sympathisierender-gruppen/#comment-5 Tue, 25 Oct 2011 08:38:02 +0000 http://kiwitten.blogsport.de/2011/10/23/kritik-der-occupy-bewegung-und-sympathisierender-gruppen/#comment-5 Hi, insgesamt eine schöne kritische Bestandsaufnahme der "occupy-Bewegung" - schön mal was kritisches zu hören. Nun zur Kritik eurer Kritik: Menschen vorzuwerfen, dass sie die Motivation für ihr politisches Handeln nicht aus einer fundierten und reflektierten Kritik der ökonomischen Verhältnisse ziehen, sondern aus einem diffusen Unbehagen mit gesellschaftlichen Umständen und erlebter politischer Ohnmacht, zeugt nicht unbedingt davon, dass hier verstanden wurde wie politische Veränderungen geschehen, was sie antreibt und wie soziale Bewegungen ticken. Notwendige Redukution politisch komplexer Zusammenhänge wird hier verwechselt mit populistischer Verkürzung - auch die intelligenteren, in kritischer Absicht formulierten, Pamphlete arbeiten aber immer reduktionistisch. Deshalb bin ich der Meinung, dass insbesondere dieser Vorwurf trifft nicht. Ebenso wie der, dass es in der Occupy-Bewegung auch "false friends" gibt - wo gibt es die nicht? Dieser Vorwurf korrespondiert mit einer weiteren Unterstellung die ich hier mal als "diffamatorisch" bezeichnen möchte, ihr schreibt: "Exemplarisch hierfür ist die permanente „Wir“ vs. „Sie“ Agitation und die Gegenüberstellung der „99%“ gegen die „oberen 1%“ (9). Problematisch hierbei ist vor allem der strukturelle Antisemitismus der Verfasser, der sich in der Trennung von Produktions- und Zirkulationssphäre und in der damit verbundenen Kritik an der „Finanzherrschaft“ bei gleichzeitigem positivem Bezug auf Werte und (Lohn-)Arbeit zeigt. Der Vergleich zur Propaganda der Nationalsozialisten, die zwischen „raffendem“ und „schaffendem“ Kapital unterschieden, drängt sich hier leider zwingend auf" 1.) Die vollzogene Unterstellung und Diffamierung läuft folgendermaßen ab: Weil die Occupy-Bewegung nicht eine radikale Ablehnung des Kapitalismus vollzieht, wir ihr sie euch zu eigen macht, sondern (bisher) nur besonders extreme Formen der Bereicherung im realexistierenden Kapitalimus geißelt und "nur" eine Demokratisierung der Wirtschaft fordert, ist ihre Kapitalismuskritik mit derjenigen des historischen Nationalsozialimus vergleichbar. Dieser Vorwurf gegenüber eher reformorientierten linken Bewegungen ist aber werder neu, noch besonders fundiert. Die Trennung zwischen "Produktions- und Zirkulationsphäre" ist zwar vielleicht nicht besonders intelligent, besitzt aber keineswegs eine auschließliche Nähe zur Kapitalismusanalyse des histor. NS. Auch eine Personifizierung kann ich in den genannten Prozentzahlen nicht erkennen. 2.) Ihr schließt eine Argumentationsfigur mit den Absichten der Verfasser kurz. Wenn, dann ist die Argumantationsfigur "strukturell antisemitisch" und nicht die Verfasser - um jemanden als Antisemiten zu kennzeichnen, braucht man mehr als nur ein vages Indiz. Versteht mich nicht falsch vieles in dem Text geht meiner Meinung nach in die richtige Richtung, es ist aber keine große Hilfe die notwendige Kritik der Occupy-Bewegung mit innerhalb einer bestimmten linken Strömung mittlerweile fest etablierten und tradierten pauschalen Vorwürfen und Verkürzungen zu verknüpfen. In der Hoffnung auf eine konstruktive Diskussion... Beste Grüße, Lasse Hi,
insgesamt eine schöne kritische Bestandsaufnahme der „occupy-Bewegung“ – schön mal was kritisches zu hören.
Nun zur Kritik eurer Kritik: Menschen vorzuwerfen, dass sie die Motivation für ihr politisches Handeln nicht aus einer fundierten und reflektierten Kritik der ökonomischen Verhältnisse ziehen, sondern aus einem diffusen Unbehagen mit
gesellschaftlichen Umständen und erlebter politischer Ohnmacht, zeugt nicht unbedingt davon, dass hier verstanden wurde wie politische Veränderungen geschehen, was sie antreibt und wie soziale Bewegungen ticken. Notwendige Redukution politisch komplexer Zusammenhänge wird hier verwechselt mit populistischer Verkürzung – auch die intelligenteren, in kritischer Absicht formulierten, Pamphlete arbeiten aber immer reduktionistisch. Deshalb bin ich der Meinung, dass insbesondere dieser Vorwurf trifft nicht. Ebenso wie der, dass es in der Occupy-Bewegung auch „false friends“ gibt – wo gibt es die nicht?
Dieser Vorwurf korrespondiert mit einer weiteren Unterstellung die ich hier mal als „diffamatorisch“ bezeichnen möchte, ihr schreibt:

„Exemplarisch hierfür ist die permanente „Wir“ vs. „Sie“ Agitation und die Gegenüberstellung der „99%“ gegen die „oberen 1%“ (9). Problematisch hierbei ist vor allem der strukturelle Antisemitismus der Verfasser, der sich in der Trennung von Produktions- und Zirkulationssphäre und in der damit verbundenen
Kritik an der „Finanzherrschaft“ bei gleichzeitigem positivem Bezug auf Werte und (Lohn-)Arbeit zeigt. Der Vergleich zur Propaganda der Nationalsozialisten, die zwischen „raffendem“ und „schaffendem“ Kapital unterschieden, drängt sich hier leider zwingend auf“

1.) Die vollzogene Unterstellung und Diffamierung läuft folgendermaßen ab: Weil die Occupy-Bewegung nicht eine radikale Ablehnung des Kapitalismus vollzieht, wir ihr sie euch zu eigen macht, sondern (bisher) nur besonders extreme Formen der Bereicherung im realexistierenden Kapitalimus geißelt und
„nur“ eine Demokratisierung der Wirtschaft fordert, ist ihre
Kapitalismuskritik mit derjenigen des historischen Nationalsozialimus vergleichbar. Dieser Vorwurf gegenüber eher reformorientierten linken Bewegungen ist aber werder neu, noch besonders fundiert. Die Trennung zwischen „Produktions- und Zirkulationsphäre“ ist zwar vielleicht nicht besonders
intelligent, besitzt aber keineswegs eine auschließliche Nähe zur Kapitalismusanalyse des histor. NS.
Auch eine Personifizierung kann ich in den genannten Prozentzahlen nicht erkennen.

2.) Ihr schließt eine Argumentationsfigur mit den Absichten der Verfasser kurz. Wenn, dann ist die Argumantationsfigur „strukturell antisemitisch“ und nicht die Verfasser – um jemanden als Antisemiten zu kennzeichnen, braucht man mehr als nur ein vages Indiz.

Versteht mich nicht falsch vieles in dem Text geht meiner Meinung nach in die richtige Richtung, es ist aber keine große Hilfe die notwendige Kritik der Occupy-Bewegung mit innerhalb einer bestimmten linken Strömung mittlerweile fest etablierten und tradierten pauschalen Vorwürfen und Verkürzungen zu verknüpfen.

In der Hoffnung auf eine konstruktive Diskussion…
Beste Grüße, Lasse

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